19. September 2006

Berlin, Berlin, ich war jetzt in Berlin...

... und nicht in Olpe. Da fahre ich wohl in ein paar Wochen hin. Aber aus einem ganz anderen Grund. Dafür fliegt Schwesterchen nach Berlin. Aber auch aus einem ganz anderen Grund.

Und Berlin ist sehr wow. Der Reichstag, das Bundeskanzleramt, riesige, beeindruckende Gebäude; die gewaltigen Parks; atemberaubend: das Pergamonmuseum. Einfach unglaublich. Ich habe immer gedacht, der Pergamonaltar wäre halt ein Altar, also ein Steinblock. Niemand hat mir gesagt, dass sie den ganzen Tempel auseinandergeschnitten haben und nach Berlin gebracht haben! Unglaublich. Und dann geht man weiter, tritt durch einen Eingang, und denkt sich, hmm, irgendwie habe ich Blau im Nacken. Und da dreht man sich um, und ist gerade durch das Ischtartor getreten. Und es sieht noch viel beeindruckender aus, als in den Büchern. Ist halt auch etwas größer als in den Büchern.

Und Nofretete ist auch hübsch. Nicht ganz so hübsch wie Ginevra, also bleibt letztere mein Desktop-Hintergrund.

Und das Mauermusuem hat mich mehrfach auf meine Tränendrüse gedrückt. Wahnsinnsgeschichten. Und auf dem Weg zu einem allgemeinem Menschenrechtsmuseum. Mit Info zu Gandhi, zu dem Aufstand in Ungarn, zu den Religionen und ihren Gemeinsamkeiten, und vieles mehr. Aber halt auch: wie ist die Mauer gebaut? Die Helden, die Tunnel bauten. Die Helden, die trotz Befehl nicht auf die Flüchtlinge schossen. Die Helden, die den Stacheldraht hochheben, damit das Kind durchkommt. Die Helden, die stark genug waren, keine Gewalt anzuwenden. Ich weiß nicht, ob ich die selbe Stärke hätte.

Habe auch ein Stück Mauer gekauft. Und weggeschickt. Weil die Mauer muss weg.

Genau.

Ach ja, und die Arbeit war auch cool. Wahrscheinlich eine der coolsten Locations überhaupt: Unter den Linden 1. Direkt an der Museumsinsel.

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18. Juni 2006

Daheim

Nach einer Woche in Montenegro bin ich jetzt in Kroatien angekommen. Und geniesse.

Offline.

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10. Mai 2006

Rom mit vielen Gesichtern

Man läuft durch Rom, und man sieht, es ist die Stadt der Päpste. Überall finden sich gigantische Marmorplatten, auf denen erklärt wird, dass diese(r/s) Platz / Kirche / Gebäude / Monument / Brunnen / Brücke von Seiner Heiligkeit, P.M. (nicht etwa Prime Minister, sondern Pontifex Maxmimus) Soundso dem Sounsovielten gemacht wurde, im Jahre 12. Das heißt natürlich nicht etwa, dass das Ding knapp 2000 Jahre alt ist, sondern bezeichnet das 12. Jahr seines Papstseins. Es gibt sogar eine riesige Platte auf dem McDonalds gegenüber vom Pantheon, die auf -- Erinnerung ist schwach -- glaube Leo XII. verweist. Das Mc-Symbol ist da deutlich dezenter. Wieviele Fastfoodketten haben das noch?

Dann läuft man weiter, und entdeckt auch, dass Rom die Stadt eines antiken Imperiums ist. Das Kollosseum (gigantisch!), das Forum Romanum, das Pantheon natürlich, das Mausoleum von Kaiser Hadrian, heute Castel St Angelo, die Statuen überall. Atemberaubend.

Dann läuft man weiter, und entdeckt dass es auch die Stadt Berninis, der die Stadt in der Renaissance wieder wachküsste, und sie in eine Stadt der Brunnen verwandelte. Überall fließt Wasser, wohlgemerkt, allesamt Trinkwasser, was vor allem an den heißeren Tagen sehr beliebt ist, das Plätschern, die wunderschönen Parkanlagen (wirklich atemberaubend mit ihren künstlichen Seen und natürlichen Hügeln, und darauf die jahrhundertealten Bäume).

Und dann läuft man weiter, und man sieht, dass es auch die Stadt der Regierung eines modernen Italiens ist. Der Palast des Präsidenten, mit den wohl coolsten Wächteruniformen überhaupt (vergesst die Uniformen der Schweizer Garde, die von einem gewissen Michelangelo designt wurden). Lange, wehende Mäntel, große blitzende Knöpfe, und ein Ritter, der im Eingang steht, weit hinten, im Dunkeln, und sich nie bewegt, auf sein Schwert gestützt, mit einem großen Helm. Denke nicht, dass er gegen einen Bewaffneten mit 'ner Schusswaffe auch nur den Hauch einer Chance hätte, aber er sieht so morsmäßig cool aus!

Und schließlich, nach dem vielen Gelaufe, wird es dunkel, und dann merkt man, dass Rom auch eine Stadt der jungen Leute ist, mit unzähligen Kleinen und manchen Großen Bars, und viel Leben auf der Straße. Rom hat unglaublich viele Gesichter, aber ich nehme an, in einer Stadt mit 2800 Jahren Geschichte sammelt sich halt mit der Zei was an...

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13. April 2006

Preisschock

Innerlich beschwerte ich mich über das teure Zimmer. Gestern erfuhr ich, wieviel es eigentlich kostet -- schlappe 165 Euro pro Nacht. Das Ding ist winzig! Nein, versteht mich nicht falsch -- die Leute sind echt nett, es ist gemütlich, es ist sauber, es ist hervorragend gelegen. Aber 165 Euro pro Nacht für nichtmal 8 Quadratmeter, inklusive Badezimmer und Wandschrank? Ich meine, 1 Euro pro Stunde und Quadratmeter?

Dann bin ich lieber ruhig und bedanke mich für den Preis, den mein Gastgeber am Institut mir organisiert hat.

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12. April 2006

Ankunft

Ich hoffe, der Steuerzahler weiß zu schätzen, dass ich mich gestern für ihn richtig aufgeopfert habe. Wie gesagt, das Hotel hatte mir angeboten, mich mit einer Limo vom Flughafen abzuholen, mit Schildchen, wo mein Name draufsteht usw., das ganze Programm.

Das kostete mir zuviel, also fuhr ich mit der Bahn zum Römischen Hauptbahnhof Termini. Von dort hätte ich ja auch ein Taxi nehmen können - doch, woran erkennt man in Rom die legalen Taxis? Und um Termini herum, so heißt es, sei das schlechte Viertel von Rom.

Also ab in die Metro (übersichtlich, zwei Linien, ein Ost-West (blau) und eine Nord-Süd (rot), zwei Haltestellen) und dann zu Fuß weiter. Auf der Karte sah das nach etwa einem Kilometer aus, also solte es doch kein Problem sein. Mein Gedächtnis ließ mich nicht im Stich, den Weg fand ich.

Nur ein Kilometer ist mir 30 Kilo Gepäck doch deutlich weiter als gedacht... und das war auf der Karte nicht eingezeichnet. Ich brauchte für die Strecke tatsächlich eine Stunde, mein Rücken tat weh, meine Handflächen brannten, ich war durstig und kaputt. Ohne Handschuhe hätte ich mir die Hände wundgescheuert. Immerhin, das Wetter war angenehm kühl, schattig und windig.

Dafür schlief ich zunächst mal 12 Stunden durch. Wow. Mache ich sonst nie. Jetzt bin ich erholt und bei der Arbeit. Und es macht Spaß.

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11. April 2006

Abflug

Ich habe Schwesterchen versprochen, regelmäßig aus Rom zu berichten. Wobei ich noch keine Ahnung habe, wie ich in Rom überhaupt verbunden sein werde, mit dem Netz.

Aber von vorne -- warum verschlägt es mich überhaupt in die Ewige Stadt? Es geht dabei um das Thema meiner Doktorarbeit, herauszufinden, was eine gute Ontologie ist. Zugegeben, ich weiß erst seit kurzem, was eine Ontologie überhaupt ist -- und jetzt will ich wissen, wann eine gut ist und wann nicht? Soviel zu hohen Zielen. Jedenfalls gibt es weltweit nicht so wahnsinnig viele Experten auf diesem Gebiet, und einer davon -- der geneigte Leser wird es sicher bereits erahnen -- sitzt in Rom.

So jedenfalls kommt es, dass ich für ein paar Wochen nach Rom fahre, und wir zusammen an diesem Thema arbeiten werden. Die Arbeitsergebnisse werden sich auf Semantic Nodix finden, hier hingegen private Eindrücke und Erlebnisse.

Wie zum Beispiel, dass ich furchtbar nervös bin. Ich realisierte, dass ich noch nie so lange weg von daheim war (wobei ich großzügig daheim als sowohl Stuttgart als auch Brač zähle). Aber ich freue mich auch sehr darauf. Ich war noch nie in Rom. Und kann kein Italienisch. Aber ich habe mir auf Wikitravel schon zahlreiche Informationen über Rom eingeholt, also kann auch gar nichts schief gehen. Da habeich etwa erfahren, dass der Bahnhof Termini, an dem ich ankomme, berühmt für seine hohe Kriminalität ist. Und dass der Flughafen Leonardo da Vinci zu weit weg ist, um ein Taxi zu nehmen. Das Hotel hat mir jedenfalls einen Limousinenservice angeboten, für läppische 55 €. Habe ich dann doch abgelehnt, mit dem Zug kostet es nur Neuneinhalb. Und es gibt auch, so wie in Sofia, betrügerische Taxen, die ohne Lizenz und zu horrenden Preisen fahren. Oder man wird von Horden von Kindern angefallen, die einem dann die Geldbörse entwenden. Bester Trick: nicht wie ein Tourist aussehen. Stelle ich mir schwierig vor, wenn ich gerade mit Rucksack und zwei Koffern ankomme.

So, wie gesagt, da ich nun informiert bin, kann ich ja ganz beruhigt hinfahren. Es wird sicher sehr schön.

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17. März 2006

CeBIT

Am Wochenende war ich auf der CeBIT arbeiten. Wir stellten am Stand des BMBF Ergebnisse des AIFB vor. Einige interessante Besucher dagehabt, aber auch am Sonntag die Chance genutzt, ein wenig über die Messe zu wandern. Ich war zum ersten Mal da.

Zunächst mal: riesig groß, mit viel, viel, richtig viel freie Fläche zwischen den Messehallen. Ich meine, schaut es euch selber an. Und von der Expo 2000 sind noch ein paar nette Gebäude übrig geblieben. Groß heißt aber auch weite Wege. Meine Füße...

Und, was gab es cooles? Nein, ich werde jetzt nicht über die ganzen Semantischen Technologien reden, die es auf der CeBIT gab (Semantic Talk, oder Gnowsis, oder, halt uns), sondern drei andere Impressionen.

Erstens: Demo von Windows Vista gesehen. Positiv überrascht. Nicht nur dass es fast so cool wie MacOS X aussieht, die Metadatenfähigkeit wirkt auch überraschend zugänglich. Aber dennoch, das neu Interface ist echt fesch.

Zweitens: einen 102" Flachbildschirm gesehen. Wow. Und darauf lief der Trailer für X-Men 3. Doppelwow. Ich weiß gar nicht was jetzt cooler war.

Drittens: neben uns saßen Forscher vom Fraunhofer, die das AMI Projekt vorstellten. Eines der Projektergebnisse war eine Kamera, die alle Teilnehmer eines Meetings aufnimmt. Sie findet dabei automatisch die Gesichter in einem Bild, und insbesondere ob sie gerade sprechen, ob sie lächeln, nicken, etc. Sie hatten zur Demonstration vier Plüschtiere zum Meeting hingesetzte, und an dreien wurde auch zuverlässig das Gesicht entdeckt. Am vierten nicht -- ein nachtschwarzer Maulwurf. Da fragte ich, ob es denn auch bei unterschiedlichen Hautfarben klappe, wie eben etwa bei schwarzer Haut. Ja, überhaupt kein Problem, es ist sogar einfacher mit Menschen als mit dem ganzen Plüschzeug, weil Menschen alle die selbe Hautfarbe haben. Nur die Intensität sei unterschiedlich. Aber die Farbe, die ist bei allen gleich.

Was man mit Computern alles lernen kann.

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3. März 2006

Visa haben ungleich Visa brauchen

Als ich vor ein paar Wochen in Dortmund war, um mein Visum für Großbritannien zu beantragen, hatte ich ja eines für 5 Jahre beantragt und eines für 2 bekommen. Da habe ich schon gehofft, dass es das letzte Visum für Großbritannien sei, dass ich beantrage, und dass bis zum Ablauf desselben Kroatien Teil der Europäischen Union sein werde.

Mit einem Punkt hatte ich schon mal Recht -- Großbritannien schafft mit Wirkung zum 22. März die Visumspflicht für Kroaten ab. Das mein schönes Visum bis 2008 Gültigkeit hat ist dadurch natürlich vollkommen irrelevant geworden.

Menno, das haben die doch absichtlich gemacht.

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26. Februar 2006

Zurück aus Sheffield

Was wirklich gemein ist: die ganze Zeit in Sheffield hat es geregnet und gewindet. War ja nichts anders zu erwarten in England, oder?

Aber heute, da ich zurück bin, ist es dort über 10 Grad wärmer als hier, und sie haben Nieselregen und Sonnenschein statt Schnee und Grauingrau.

Die gute Nachricht: der Vortrag ist phantastisch gelaufen, das ganze Review war ein großer Erfolg. Danke allen Daumendrückern. Und danke den nutkidz, die ebenfalls eine Rolle spielten. Mehr dazu bald.

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22. Februar 2006

Sheffield

Die Stadt aus Stahl. Sheffield ist eine überraschend große Stadt, knapp 520.000 Einwohner und damit die viertgrößte Stadt in Großbritannien. Steht aber weder auf den Wetterkarten, noch hat es einen Flughafen. Es hat nichtmal eine vernünftige Verbindung zum nächsten Flughafen. Wir fuhren über eine Stunde den Snake Pass entlang, eine Strecke mit einer angeblich wunderschönen Aussicht. Es war Nacht.

Ich mach selber ja keine Photos, darum hier die Phots bei Flickr zu der Stadt. Auch auf Google Maps konnte ich das Octogon gegenüber finden. Ist ziemlich cool.

Zur Zeit sitze ich im großen Review unseres Projektes zu Semantischen Technologien. Die EU entscheidet, ob ihr Geld gut ausgegeben war. Ich bin nervös, und habe heute Nachmittag meinen Vortrag. Mit den nutkidz auf den Folien.

Drückt mir die Daumen.

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25. Januar 2006

WLAN im Zug

Heute fuhr ich nach Düsseldorf, um bei der Britischen Botschaft mein Visum für Großbritannien zu beantragen und, so es klappt, auch gleich zu holen. Ich hatte schon einiges erwartet -- manche Horrorgeschichte wurde erzählt über Beamtentum, Formaliakrieg, Großkotzigkeit und Willkürherrschaft. Doch nichts dergleichen trat ein (zumindest nicht beim Beantragen heute morgen). Äußerst höflich, zuvorkommend und hilfsbereit.

Allerdings muss ich jetzt einige Zeit totschlagen (um am Nachmittag das fertige Visum abzuholen). Da ich die Zeit zum Arbeiten nutzen wollte, und zudem in der Gegend war, dachte ich mir, probiere ich mal das neue Pilotprojekt der Bahn aus, WLAN im ICE. Also fuhr ich nach Dortmund um von dort Richtung München nach Köln im ICE zu fahren. Dummerweise habe ich doch den falschen Zug erwischt, keinen ICE3 scheinbar, und ich kann einfach nicht herausfinden, welche Züge jetzt tatsächlich WLAN haben.

Schade. Na gut, habe ich mich doch in Düsseldorf hingesetzt und hier ein wenig gearbeitet. Und dann geht es zurück zum Konsulat. Ich war ganz frech und habe gleich ein Visum für fünf Jahre beantragt (statt des üblichen halben Jahrs). Mal sehen, was rauskommt... ein unbekannter (Fast)Landsmann, den ich zufällig am Konsulat traf, erklärte mir, dass das nie klappen würde, und dass das ganze immer Willkür sei, er hätte schließlich Erfahrung damit, schließlich muss er schon zum wiederholten Mal verlängern. Na ja, mit der Einstellung, kein Wunder dass es dann Probleme gibt. Ich vermied es, ihn darauf hinzuweisen, dass seine beiden Aussagen ("Willkür" und "das wird nie klappen") sich gegenseitig widersprechen.

Na, schauen wir mal, was rauskommt. Bloß blöd, dass das mit dem WLAN nicht geklappt hat.

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12. November 2005

Regenbogen


Regenbogen
Originally uploaded by sphaerentor.
Ich bin gerade in Galway, und hier regnet es ständig. Wirklich. Zwar meist nur kurz, aber doch halt immer wieder neu.

Dafür wurde ich heute mit einem schier unglaublichen Regenbogen belohnt: er ging wirklich über den ganzen Horizont, ein vollständiger Bogen! So was habe ich noch nie gesehen. Das Bild ist untertrieben, deutlich, in Wirklichkeit schien er noch viel heller.

Besonders spannend war, dass er kaum zwei-, dreihundert Meter entfernt aus dem Wasser zu steigen schien. Nicht irgendwo weit weg, er war direkt da - man kann sogar die Häuser durch den Regenbogen hindurch auf dem Bild sehen, der Regenbogen war vor den Häusern. So etwas habe ich noch nie zuvor gesehen. Wahnsinnig beeindruckend.

Ich hoffe, dass ich bald noch ein paar bessere Bilder bekomme.

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22. September 2005

Auto hat 10000



Nachdem ich diesen Sommer 10.000 geworden bin (Tage), hat es mein Autole heute auch geschafft (Kilometer).

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9. Juli 2005

Madrid Stadt

Mein letzter Blogeintrag aus Madrid war ja eher ein Schnellschuss aus dem Flughafen, diesmal habe ich ein wenig mehr Zeit. Das Hotel in dem ich abgestiegen bin, ansonsten brauchbar, wenn auch nichts besonderes - ich wuerde es nicht weiterempfehlen - hat laut Website Internetanschluss in allen Zimmern und WLAN. Was sie nicht haben, ist beides zusammen, WLAN auf dem Zimmern also, sondern man muss mit seinem Modemkabel in die Wand stoepseln. Und was sie auch auf der Website verschweigen ist der eher unhoefliche Preis von 9 Euro die Stunde...

Aber zurueck zu Madrid. Die Stadt selbst hat ein paar Autos zu viel, dafuer aber sprechen viel zu wenig Menschen Englisch. Na, was gehe ich auch ohne spanisch zu koennen nach Spanien koennte man einwerfen. Aber das Museum de Prada ist wirklich sehenswert: Velazquez Familia sieht so beeindrucken aus, wie ich sie mir vorgestellt habe, die Werke von Goya sind auf zwei Stockwerken ausgestellt: die lustigen, bunten ganz oben, die duesteren, wie der weit bekannte Saturn, darunter, in duesteren Raeumen. Sehr beeindruckend. Und die gewaltige Sammlung von Rubensbildern, allein die Menge an mythischen Figuren - wow. Da moechte man am liebsten nochmal ein Mythologielexikon rausgraben und sich darin eingraben.

Auch der Retito, der grosse Park in Madrid: sehr schoen, beeindruckend, gross. Nicht so gross wie der Stuttgarter Stadtpark, aber welche Stadt hat schon einen solch grossen Park? Die moderne Kathedrale der Stadt ist ebenfalls sehr auffaellig, einfach weil sie ganz anders ist als andere Kathedralen. Blau aufgemalte Himmelsflaechen? Sehr cool. Aber auch nur wegen der Einzigartigkeit, zugegeben.

Wenn man mich fragt, was ich mit Madrid verbinde, habe ich auch eine ganz deutliche Antwort.

Durst.

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24. Juni 2005

Joghurt und Coke

Was mir in Spanien sehr positiv auffiel: sie hatten viele Getränkeautomaten rumstehen. Nun, zugegeben, nicht überraschend. Durstig wie ich war suchte ich also gerade einen Getränkeautomaten, und als ich einen solchen erblickte, war ich erstaunt gleich daneben einen Joghurtautomaten zu finden. Was für eine coole Idee! Später fiel mir auf, dass das durchaus häufig der Fall war: überall verkaufte man Joghurt. Warum es das bei uns nicht gibt? Schönen, frischen kühlen Joghurt, überall, labend, lecker, ach, einfach herrlich, dachte ich, und kaufte eine Cola.

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17. Juni 2005

Wowarich?

Sehr nette idee, von Fred darauf gebracht:

Wo war ich schon überall auf der Welt, bzw. in Europa? (bei einer Weltkarte würde noch die USA dazukommen, der Rest wäre gähnendes Grau, darum habe ich lieber die Europakarte gewählt).



Könnt ihr auch ganz einfach für euch selber zusammenbasteln, auf World66.

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6. Juni 2005

Bologna la dotta

Bologna ist großartig! Das erste Gebäude. das ich hier kennenlernte, war die Sala Borsa. Angekommen, im Hotel eingecheckt, spazieren, und sofort reinmarschiert. Man könnte es einen Mall nennen, aber mit einem sehr ausgewählten Angebot: zwei, drei Bibliotheken, Mediothek, Buchhandlungen, Studentenbedarf (Taschen, Blöcke), Internetcafé, WLAN-Access, Restaurants, unglaublich! Das ganze in einem wunderschänen, dezent renovierten alten Gebäude, das auf einer Ruine gebaut ist, wahrscheinlich aus römischer Zeit. Die Ruine kann man sehen, weil der Boden des Erdgeschosses aus Glas besteht, das ganze Gebäude ist eine große Halle, mehr oder weniger, mit mehreren Galerien, in der die ganzen tollen Geschäfte untergebracht sind.

Phantastischer Ort. Allein deshalb ist Bologna eine Reise wert. Ja, die Universität (gegründet 1088, damit die älteste Uni der Welt) ist auch ganz ansehnlich. Vorlesungen in diesen Hallen zu hören oder Prüfungen abzulegen in Renessaincegeschmückten Räumen wird schon irgendwie was besonderes sein. Daher hat Bologna auch einen seiner Beinamen, Bologna la dotta, Bologna, die Gelehrte.

Auch die Konferenz ist überraschend spannend, aber dazu bald mehr auf Semantic Nodix.

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2. Juni 2005

Touristenfalle

Diese Woche auf Kreta, in einem gewaltigen Touristenkomplex. Alles ist strahlend weiß oder himmelblau, das Wetter ist herrlich, der Strand gleich um die Ecke, überall gibt es Möglichkeiten zu Essen, Trinken, Einkaufen, das ganze Krams, man muss den Komplex gar nicht verlassen, ja selbst die Konferenzräume der ESWC2005, die mich nach Kreta führt, finden sich innerhalb des Hotels, und auch das Conference Dinner fand hier statt.

Letzte Woche, Granada, die World Conference on Philosophy of Law and Social Philosophy. Die Konferenzräume waren deutlich beeindruckender, das Essen aber auch schlechter. Die Unterkunft? Mit Kollegen zusammen quartierten wir uns in den umliegenden Bergen in einem Haus ein. Die Räume der Konferenz waren direkt in der Stadt. Social Event - Dinner? Nein, ein ein Besuch der Alhambra. In Kreta gab es kein kulturelles Programm - leider.

Und die Moral von der Geschichte? Noch gar keine, weil das wichtigste nach wie vor die Präsentationen, die Leute und die Inhalte. Und hier wie da waren ausgesprochen schlaue Leute - aber natürlich lag die ESWC mir mehr (auch wenn ich auch auf der World Conference manch Neues lernte). Aber Habermas zu hören war dennoch ein Erlebnis!

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27. Mai 2005

Granada ist phantastisch

Hier in Granada, auf dem XXII. Weltkongress der Philosophie des Rechts, ist es wahnsinn. Phantastisches Wetter, bekannte Sprecher, viele, viele Leute - über 900 Teilnehmer! - ein Wahnsinns Konferenzgebäude, und bei unserem Workshop kamen einige spannende Fragen und Diskussionen auf. Der Vortrag sei sehr gut gelaufen (ic bin mir nur selber nie dessen sicher). Die Abende sind lang und anregend, die morgen dafür schwer zum Aufstehen. Schade, dass ich nicht bis zum Schluss bleiben kann, aber morgen ist die Theaterpremiere von D'Artagnans Tochter, aus der Feder von Tom Finn, zu der ich eingeladen bin, und dazu muss ich halt wieder in Stuttgart sein. Und am Sonntag geht es auf die ESWC...

Das Leben ist schön.

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24. Mai 2005

Flughafenblogging

Richtig fies: morgens um 3:30 aus dem Bett zu gehen, um dann in Madrid zwei Stunden lang am Flughafen warten zu muessen.

Gruss aus Madrid!

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26. April 2005

Teure Taxis

Mein erster Blogeintrag aus Sofia!

Eigentlich ist hier das Taxi spottbillig - also im Verleich zu westlichen Ländern. Drei bis vier Leva für zehn bis fünfzehn Kilometer. Aber manchmal erwischt man ein Taxi, dass nicht OK ist (im wahrsten Sinne des Wortes: die zu empfehlende Taxifirma hier ist OK Taxi) - und dann kostet es leicht das Sechsfache.

Das seltsame ist, dass es immer noch günstiger ist als bei uns, und so richtig zu beschweren möchte man dann auch nicht. Zumal wenn man die Sprache nicht beherrscht.

Mit dem eigenen Auto herzukommen ist zudem noch eine besonders dumme Idee, weil es hier eine besonders interessante Regelung gibt: wenn man sein Auto einführt, und es dann gestohlen wird, und man es entsprechend nicht mehr ausführen kann - muss man an der Grenze zudem noch Strafzoll nachzahlen...

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12. April 2005

Eine Stimme im Himmel

"Wolfgang, bist Du Dir wirklich sicher?"

Man sitzt ganz gemütlich im Flugzeug. Am Anfang erfährt man noch, dass nicht der Kapitän, sondern der erste Offizier fliegt. Dann, plötzlich, über die Lautsprecher kam der oben stehende Satz. Und man denkt sich: oh, der Anfänger scheint Schwierigkeiten zu haben und fragt den Chef. Zumal es ein wirklich turbulenter Flug ist (im wörtlichen Sinne).

"Wolfgang, hier spricht Dein Gewissen - bist Du Dir wirklich sicher?"

Was bedeutet das? Hat der Offizier, oder gar der Kapitän zufällig den falschen Schalter umgelegt? Doch die Auflösung folgt stante pede, nach dem Wetterbericht:

"Allen Fluggästen einen schönen Tag und wir hoffen, dass Wolfgang seine Entscheidung, das Junggesellendasein zu beenden nicht bereuen wird."

Puh...

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11. April 2005

Bosc de les Fades

Das - für mich - beeindruckendste Restaurant / Café / Bar -Dings in Barcelona war ganz eindeutig das Bosc de les Fades (Feenwald) welches irgendwie zum Wachsmuseum gehört (von der Wachsmuseumswebsite kommt ihr auf die offizielle Webseite des Bosc de les Fades, ist leider nicht direkt verlinkbar).

Das Ding ist eine Bar, jedoch derart gestaltet, dass sie jedes Rollenspielers Herz (und überhaupt von jedem, der auf Fantasy und Märchen steht) höher schlagen lässt. Ein Feenwald, ein verwunschenes Zimmer, Burgkämmerlein, und manches mehr bilden die Elemente dieser Bar. Die Bilder auf den verlinkten Seiten geben nur ein sehr ungenügendes Bild ab. Sollte es euch nach Barcelona verschlagen, auf keinen Fall verpassen! Einfach zum Wachsmuseum am südlichen Ende der Rambla, und vor dem Eingang einfach rechts.

Und nächstes mal muss ich auch das Wachsmuseum selber besuchen. Ich dachte, nach dem Madame Tussauds und dem Dungeon in London würde das Barceloner Museum nichts spannendes enthalten können - doch ein Museum dass mit Statuen von Superman und C3PO am Eintritt wirbt könnte interessanter sein als gedacht.

Danke an Núria für den Tipp!

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10. April 2005

Sagrada Familia

Ich bin zwar schon zurück aus Barcelona, aber so zwei, drei Nachwehen werde ich dazu noch bloggen. Heute: die Sagrada Familia, die Kathedrale der Heiligen Familie zu Barcelona (noch im Bau). Man kommt hin, und muss schlappe 8 Euro hinblättern für den Eintritt. Erscheint viel, ist es auch.

Aber wie berechnet man den Eintritt für etwas, das wirklich einzigartig ist? Man sieht vor allem eine Baustelle, umgeben von den gewaltigen bestehenden Türmen. Der Aufzug nach oben kostet nochmal 2 Euro, und der Treppenaufgang ist versteckt und finster und dunkel - und sehr lohnenswert. Der Blick über Barcelona, den man von da oben genißen kann, ist nur das Sahnestück, das eigentlich unglaubliche ist die Kathedrale selbst. Höher und höher, Scharten, Fenster, Durchblicke überall, immer wieder fällt der Blick durch ein Fenster, genau auf ein golden Geschriebens Wort, auf eine Engelsfigur, auf eines der unzähligen Elemente der Kathedrale.

Wie gewaltige Mammutbäume schmiegen sich die Säulen an eines der vier Portale, alles scheint gen Himmel zu fließen, überall Zitate aus Natur und Geschichte. Das Museum öffnet einem die Augen für zahlreiche Details, zeigt die Tricks für die fließende Wirkung, entschlüsselt manches Detail aus der Natur, und ich blieb staunend zurück mit der Frage, was Gaudi heute mit einem CAD-Programm anstellen würde, ob er genialer, ob er konservativer wäre...

Teuer, aber sehenswert. Und zudem ein schönes Glockenspiel. Und sehr, sehr hoch...

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9. April 2005

Barcelona II

Wieder in Barcelona. Nachdem letztes Mal im November so ein Traumwetter war, war ich diesmal leicht gekleidet losgeflogen - und prompt ist es kälter als im Ländle. Würde mich nicht überraschen, wenn ich eine Erkältung mitschleppe...

Aber dafür habe ich diesmal sogar etwas Zeit, mir die Stadt anschauen. Wahnsinnggemütliche kleine Bars wie die Eclectica, supertolle Restaurants wie die Muscleria, etc. Die letzten zwei Tage war ich mit Barcelonesen unterwegs, heute mit Kai, einem Erasmusstudenten, und seiner Schwester Rosa. Spannend, wie die unterschiedlichen Einstellungen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt sind, was sie empfehlen, wo sie hingehen.

Die Stadt ist toll! Heute schaue ich noch die Sagrada Familia an, das freue ich mich besonders darauf. Und dann brauche ich ganz dringend Schlaf...

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4. April 2005

Hannover spielt

Die diesjährige Hannover spielt 2005 war... langweilig.

Die letzte Hannover spielt die ich besuchte war Mitte der 90er. Es waren damals um die 2000 Besucher da, zahlreiche Workshops liefen ständig und parallel, unzählige Ehrengäste gaben sich die Klinke in die Hand. War's R. A. Salvatore, den ich damals sah? Viele Leute lernte ich damals kennen, die ich heute noch gerne und viel zu selten sehe. Es war toll.

Über Jahre hinweg verplante ich es stets, nach Hannover zu fahren. Dieses Jahr ergab sich die plötzliche Situation, dass der Samstag frei wurde, weil ich eine Abgabe überraschenderweise vor der Zeit schaffte (Osterwochenende sei dank, mein Text für Rückkehr des Kaisers ist draußen). Also in den Zug gesetzt und ab nach Hannover (etwas mehr als 3 1/2 Stunden - super!).

Wenn das ein Spielecon vor der Haustür gewesen wäre, in Tübingen, in Villingen-Schwenningen, gar hier in Stuttgart, das wäre OK. Aber früher hatte sich eben auch eine viel längere Strecke gelohnt! Und das ist es, was ich vermisse. Kaum Programm, kaum bekannte Gesichter, vielleicht 200 Besucher, die Überreichung des Goldenen Bechers war, nun, auch weniger spektakulär als früher, ah ja. Ich glaube, das war meine letzte Hannover spielt.

Allerdings, ich tue dem Con unrecht. Ich hörte, die Veranstalter hätten sich mit Absicht für ein Downsizing entschieden, um das ganze besser zu verwalten und weniger stressfrei zu machen. Ein nachvollziehbarer und mutiger Entschluss. Und ich bin kaum Con-Spieler: mich interessieren die Workshops und die Gelegenheit, Leute zu treffen und zu planen. Insofern ist die Aussage einfach: ich war nicht Zielruppe, und, wie gesagt, tue damit der Hannover Spielt deutlich unrecht. Ich bin mir sicher, es wird wieder Conberichte geben, die mit Spielerlebnissen und viel Spaß aufwarten werden - jeder soll sich also selber die Nachlese aussuchen, die ihm am besten liegt.

Die gute Nachricht: ein paar liebe Menschen gabelten mich auf und brachten mich dann zur Ostermühle, wo ich dann einen Abend und einen Morgen viel mehr nach meinem Geschmack verbrachte. Danke für diese Gelegenheit!

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20. März 2005

Lange Nacht der Museen

Ist es eigentlich Etikettenschwindel bei der langen Nacht der Museen von einer lange Nacht zu sprechen? Die hört ja schon um 2 auf!

Gestern war in Stuttgart wieder die Lange Nacht der Museen. Diesmal leider ohne mich, da ich in Karlsruhe noch auf der DenkWerkzeug 2005 war (die wiederum einige Aha-Erlebnisse und interessante Einsichten erbrachte), und ich erst nach Mitternacht in Stuttgart aufschlug (weil ich nicht bedachte, dass Samstags die Züge anders fahren).

Hätte sie wirklich lange gedauert, wäre ich noch hingegangen. Für anderthalb Stunden aber 12 Euro auszugeben, nun ja, ich weiß nicht. Ironisch: die Rückfahrt dauerte dann fast so lange, wie die Museumsnacht noch ging, weil am Schlossplatz eine Bahn entgleist war.

Zur langen Nacht der Museen muss immer etwas passieren, wie etwa vor zwei Jahren, als das Parkhaus uns nicht rausließ.

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11. März 2005

Pendler

"Und, pendelst Du immer noch?"
"Na ja, eigentlich lege ich eher Tarot-Karten als zu pendeln, aber manchmal schon."
"Ich meinte zur Arbeit."

Danke für die Heimfahrt!

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14. November 2004

Essener Spielemesse, Teil 4

Wegen der Auslandseinsätze komme ich gar nicht mehr dazu, meine Essen Spiele Messe Einträge fertig zu machen. Deswegen heute noch die letzten paar Kommentare, im Schnelldurchlauf...

Der Sohn des Ministerpärsidenten NRW spielt kein DSA, sondern Shadowrun, wie er am FanPro-Stand versicherte ... Piper bringt frecherweise das Rad der Zeit neu raus -- und zwar endlich so in einzelne Bücher aufgeteilt, wie auch das Original es ist. Sprich: nur noch 11 Bänder statt über 30 ... Crystal Caste stellt Würfel aus Edelsteinen her. Ein Würfelset (W4-W20, also sieben Würfel) aus Hämatit 25 Euro, Knochen 40 Euro (aber man sieht, besonders bei den W20, dass sie handgemacht sind), Silber 100 Euro ... Der absolute Oberhammer: Mammutelfenbein, mit Zertifikat: 500 Euro... Mein Flutschi ist geplatzt! ... Das gibt ärger. Laufe am Stand zum Erwachsenenspiel Love Cubes vorbei. Sie: "Schatzi, schau, ein Spiel nur für Liebespaare!" -- Er: "Was?! Und für wen nehmen wir das mit?" ... Apropos Erwachsenenspiele: PornStar. Ist so wie Graverobbers from Outer Sprace, bloß mit Pornos ...Und schließlich: wenn Ihr Spiele für Kinder sucht, geht zu Flum Spiele. Einige echt schöne Ideen dabei.

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12. November 2004

Barcelona

T'estimo, Catalunya! Ich liebe Dich, Katalonien. Eine herrliche Gegend -- obwohl ich gar nichts davon gesehen habe. Wir kamen Mittwoch in Barcelona an und fuhren direkt zur Universität, die eine eigene Stadt 20 km außerhalb bildet. Dies beruht auf General Francos Versuch, die Intelligenz aus den Städten Spaniens zu verbannen und so für Ruhe zu sorgen. Heute ging es dann direkt von der Uni wieder zurück zum Flughafen.

Wie dem auch sei, eine herrliche Zeit in Katalonien verbracht. Und warum liebe ich es so?
1. Das Wetter. Heute morgen 20 Grad, Sonnenschein den ganzen Tag, herrlich.
2. Das Essen. Lange Zeit mied ich die spanische Küche, weil ich in meinem bescheidenen Irrglauben dachte, sie sei wie die mexikanische, und ich die mexikanische seitdem ich sie in St Louis versuchte nicht mehr mag. Tatsächlich war das Essen ausgezeichnet.
3. Die Landschaft. Zwischen Meer und Gebirge. Wunderschön.

Ich muss da mal dringend privat hin. Vielleicht sehe ich sogar was von Barcelona...

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6. November 2004

Ladenschlusstraeume

Ich moechte ein Land, wo ich um 21:15 in eine Buchhandlung laufen kann, um mich umzuschauen. Ich moechte ein Land, in dem ich abends nicht in die Stadt hetzen muss, weil die Laeden zu sind.
Ach, halt. In so einem Land bin ich ja!
Also, umformulieren: ich moechte, dass auch endlich in Deutschland das Ladenschlussgesetz gekippt wird. Mehr Freiheit fuer alle!

Und ehrlich: ich glaube nicht, dass es der Untergang des Abendlandes waere, wenn neben den Taxifahrern, Hoteliers, Krankenschwestern, Kellnern, Reportern, Journalisten, Aerzten, Schaffnern, Busfahrern, Feuerwehrmaennern, Polizisten, Bauern, Schichtarbeitern, Webmastern, Freischaffenden, Schluesseldiensten, Telefonsexanbietern, Selbststaendigen, Pfarrern und vielen anderen auch die Einzelhandelsfachverkaeufer Sonntags und abends arbeiten wuerden.

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3. November 2004

Verkehr in Turin

Ich habe mir Sorgen darueber gemacht, wie Stuttgart unter dem Verkehr kollabieren wuerde, wenn es die Olympischen Spiele tatsaechlich nach Stuttgart geschafft haetten.

Diese Sorgen sind vollkommen ausgestanden: die Winterolympiade 2006 findet in Turin statt, einer wirklich schoenen Stadt, der ich dazu nur beglueckwuenschen kann -- aber wie auch immer die Stadt das verkehrstechnisch ueberstehen will, ist mir ein vollkommenes Raetsel.
Dafuer aber ist die Gastronomie schon darauf vorbereitet: so schnell bedient wie hier in den Restaurants wurde ich noch nirgendwo auf der Welt, sehr beeindruckend.

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2. November 2004

Meldung aus Turin

Diesmal nicht von der Essener Spielemesse, auch wenn ich dazu noch ein, zwei Sachen schreiben werde...
Nein, ich bin in Turin. Ich besuche die FOIS 2004, eine Konferenz ueber formale Ontologien in der Informatik, der ich mit Spannung entgegensehe. Wer mich kennt, weiss, dass ich sowohl Informatik als auch Philosophie studierte, und umso spannender finde ich die Schnittstelle zwischen den beiden -- wie etwa hier.
Dazu waehrend dem Verlauf mehr.
Turin selbst ist insbesondere regnerisch. Und was mir auffiel: mein Zug vom Flughafen in die Stadt hatte satte 45 Minuten Verspaetung. Und das schien hier vollkommen gewoehnlich zu sein -- niemand aergerte sich auch nur! Die anderen Zuege hatten bis zu anderthalb Stunden Verspaetung, kein einziger schien puenktlich.

Allerdings: die Zuege fahren im Stunden- oder Halbstundentakt. Da stellt man sich die Frage, ob der Zug ueberhauipt noch als verspaetet angesehen wird, oder ob man ihn einfach als den naechsten Zug betrachtet?

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30. Oktober 2004

Essener Spielemesse, Teil 3

So, mein erster Eintrag, den ich gemütlich im Bett liegend mache -- WLAN, Laptop, und den neuen Nodix Blogger sei Dank! :)
Aber auf, mehr zur Essener Spielemesse, wie es aussieht hört das mit den Messe-Skurilla gar nicht mehr auf:
Wie stets beliebt waren Add-Ons und besondere Editionen von bereits erfolgreichen Spielen.

So gab es etwa von AbacusSpiele eine neue Edition des wirklich genialen Anno Domini: die Anno Domini Spiel des Jahres Edition! Dabei ist Anno Domini nicht etwa Spiel des Jahres geworden, und das wurde mit einer besonderen Edition gefeiert, nein, vielmehr sind es Ereignisse, die mit den Themen der Spiele des Jahres zu tun haben, z.B. die UNESCO erklärt den Palast von Alhambra zum Weltkulturerbe der Menschheit. Sehr nette Idee.

Ein wenig nach Geldmacherei sah es bei den Siedlern von Catan aus: nachdem ja das Buch zu dem Spiel Siedler von Catan erschienen ist, erscheint jetzt das Spiel zu dem Buch zu dem Spiel. Ach, Fans kaufen alles... (dazu bald mehr, wenn ich von der neuen Ausgabe des Liber Cantiones schreibe)

Und weiter mit den Sondereditionen: bekanntlich ist dem Herr der Ringe ein bescheidener Erfolg zuteil geworden (Plätze 2, 8 und 9 der besten Filme aller Zeiten, Plätze 2, 5 und 9 nach Einspielergebnis, insgesamt läppische 2,9 Mrd Dollar). Es ist kein Wunder, dass die Filme auch ein paar Spiele inspirierten -- und soferns die Ideen inspirativ waren, habe ich auch nichts dagegen! (Man denke an die genialen Computerspiele von Electronic Arts, wow) Aber nachdem bereits ein Herr der Ringe Risiko offenbar als (sehr coole) Geldmacherei enttarnt wurde, wie nötig war es da noch ein Herr der Ringe Monopoly oder gar ein Herr der Ringe Labyrinth rauszubringen??
Obwohl, ein Herr der Ringe Monopoly?
Fast schon wieder lustig:

Frodo: "Eine 7. Ach nö, schon wieder der Schicksalsberg..."
Sauron: "Gehört mir. Verflixt, habe ich da immer noch kein Hotel gebaut?"
Sam: "Herr Frodo muss wieder ungemütlich auf dem Boden schlafen. Wieviel nehmt Ihr Schurke denn Herrn Frodo dafür ab?"
Sauron: "Sind dann 300 Goldstücke."
Frodo: "Hab ich nicht mehr, verdammt. Und auf Beutelsend ist auch schon eine Hypothek drauf"
Bilbo: "So gehst Du mit meinen Sachen um..."
Frodo: "Hey, Sauron, nimmst Du auch den Ring als Pfand?"

Oder so ähnlich... Genug für heute, es gibt noch mehr Messeimpressionen, bald.

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29. Oktober 2004

Essener Spielemesse, Teil 2

Wie versprochen, mehr zur Essener Spielemesse:

Wie arrogant sind die Briten eigentlich? Nun gut, sie reisen extra für die Spielemesse auf den Kontinent - aber dafür schaffen sie es nicht, ihre Preise in Euro auszuzeichnen. "All prices in pounds. Please convert." Hätten sie wenigstens den Umrechnungskurs hingeschrieben...

Ich fragte mich auch, was die ganzen Schmuckhändler da wollten -- nun gut, Umsatz wahrscheinlich. Spieler kaufen Schmuck, das war deutlich zu sehen. Aber warum ein Heiligenmedaillon mit dem Bild von General Suharto?

Mein absoluter Favorit in der Klasse Werbesprüche kam von Logika Spiele:
Junge, Alte, Mädchen, Buben
Spielen gern mit Pentakuben


Es scheint sich ein Trend abzuzeichnen: nachdem früher Brettspiele zu Computerspielen verarbeitet wurden, tritt man heute den umgekehrten Weg an.
So passierte es schon vor längerem mit Sid Meiers Civilization, so geschieht es nun mit
Age of Mythology. Besonders herauszuheben ist hierbei das Doom Brettspiel. Wir kennen ja alle die hohe Komplexität der Vorlage, und freuen uns auf eine spannende Partie Doom auf dem Brett!
Es ist halt ein Space Quest Klon, ein wenig aufgepeppt (nette Figuren). Ihr kennt Space Quest nicht? War ein eher mau erfolgreicher SpinOff des zeitlosen Hero Quest.

Es gab noch mehr, nächstes Mal wieder...

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25. Oktober 2004

Essener Spielemesse, Teil 1

Die Essener Spielemesse ist vorbei, und es hat wie stets die Beine und den Geldbeutel strapaziert, aber es gab auch allerlei Neues und Skurilles zu entdecken.

Die Neuigkeiten mag jeder im Web finden, wo er möchte, ich konzentriere mich lieber auf die Skurilla. Wie etwa einen zweieinhalb Meter langen Kicker, an dem pro Seite acht Reihen Fußballer sind. Wir spielten es in zwei Mannschaften, vier gegen vier.
Auch spannend war der lebensgroße Kicker, in dem man Menschen reinstellt, die sich an der Stange halten mussten.
Japaner, die offensichtlich unterbeschäftigt waren, und deswegen im radebrechenden Deutsch und Englisch auf ihren Stand DIN A4 Zettel klebten, dass sie extra aus Japan hierhergekommen seien, um ihre Spiele vorzustellen. Also wollten sie auch nach ihren Spielen gefragt werden.
An einem Stand lief ich am Sonntag vorbei, und der war weg. Nur ein ausgedruckter Zettel "Wir sind weg. Alles ausverkauft. 700 Stück!" Leider erwähnte der Zettel in keinster weise, was da eigentlich verkauft wurde.
Es gibt Trading Card Games zu so ziemlich allem: Six Feet Under, Buffy, 24, Shrek 2, AVP...

Genug für heute, morgen mehr.

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18. Oktober 2004

Auswärts bloggen

Es funktionier wirklich. Ich schreibe hier meinen ersten Blog-Eintrag von "nicht daheim".

Übrigens bin ich immer überrascht, wie manche Leute denken. Das erkennt man an so Kleinigkeiten wie meinem Handymenü. Wenn ich es auf lautlos stelle, dann deaktiviere ich nicht etwa das Klingeln, sondern aktiviere vielmehr die Stille.
Eigentlich, ein sehr schöner Gedanke. Manchmal sollten wir alle ein wenig Stille aktivieren.

Vor allem im Kino.

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