19. September 2006

Berlin, Berlin, ich war jetzt in Berlin...

... und nicht in Olpe. Da fahre ich wohl in ein paar Wochen hin. Aber aus einem ganz anderen Grund. Dafür fliegt Schwesterchen nach Berlin. Aber auch aus einem ganz anderen Grund.

Und Berlin ist sehr wow. Der Reichstag, das Bundeskanzleramt, riesige, beeindruckende Gebäude; die gewaltigen Parks; atemberaubend: das Pergamonmuseum. Einfach unglaublich. Ich habe immer gedacht, der Pergamonaltar wäre halt ein Altar, also ein Steinblock. Niemand hat mir gesagt, dass sie den ganzen Tempel auseinandergeschnitten haben und nach Berlin gebracht haben! Unglaublich. Und dann geht man weiter, tritt durch einen Eingang, und denkt sich, hmm, irgendwie habe ich Blau im Nacken. Und da dreht man sich um, und ist gerade durch das Ischtartor getreten. Und es sieht noch viel beeindruckender aus, als in den Büchern. Ist halt auch etwas größer als in den Büchern.

Und Nofretete ist auch hübsch. Nicht ganz so hübsch wie Ginevra, also bleibt letztere mein Desktop-Hintergrund.

Und das Mauermusuem hat mich mehrfach auf meine Tränendrüse gedrückt. Wahnsinnsgeschichten. Und auf dem Weg zu einem allgemeinem Menschenrechtsmuseum. Mit Info zu Gandhi, zu dem Aufstand in Ungarn, zu den Religionen und ihren Gemeinsamkeiten, und vieles mehr. Aber halt auch: wie ist die Mauer gebaut? Die Helden, die Tunnel bauten. Die Helden, die trotz Befehl nicht auf die Flüchtlinge schossen. Die Helden, die den Stacheldraht hochheben, damit das Kind durchkommt. Die Helden, die stark genug waren, keine Gewalt anzuwenden. Ich weiß nicht, ob ich die selbe Stärke hätte.

Habe auch ein Stück Mauer gekauft. Und weggeschickt. Weil die Mauer muss weg.

Genau.

Ach ja, und die Arbeit war auch cool. Wahrscheinlich eine der coolsten Locations überhaupt: Unter den Linden 1. Direkt an der Museumsinsel.

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14. September 2006

Apricot ist keine Farbe

Zumindest nicht für Männer. Es gibt aber einen kleinen Anteil Frauen, die vier statt drei verschiedene Zapfen im Auge haben. Dadurch können sie tatsächlich mehr verschiedene Farben sehen (bis zu 100 Millionen verschiedene Farben -- statt nur eine Million bei uns Männern, und den meisten Frauen, nur etwa 2-3% der Frauen sind sogenannte Tetrachromanten). Es sei unvorstellbar, wie das aussehe (ja, das kann ich mir vorstellen, ich meine, nicht vorstellen).

Blöd. Ich fühle mich jetzt voll benachteiligt. Gott ist doch Sexist, verflixtnochmal.

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11. September 2006

Wetten, dass...

„Hast Du die Titelseite gesehen? Schon wieder eine Story über den 11. September…“
„Weißt Du, solange es noch um 2001 geht, ist doch alles in Ordnung.“
„Das ist doch nur für die Medien. Meinst Du, die schlagen wieder zu?“
„Zum Jahrestag?“
„Ja. Wäre doch der Hammer.“
„Ich weiß nicht. Das ist sicher zu vorhersagbar. Alle werden vorbereitet sein.“
„Eben! Stell Dir vor, das gelingt ihnen! Damit zeigen sie, wie fett sie sind.“
„Ja, schon, aber ich glaube, es klappt nicht.“
„Ich würde wetten…“
„Was?!“
„50 Euro. Am 11. September kommt es zu einem weiteren Anschlag.“
„Diesen Jahres?“
„Ja.“
„Ich weiß nicht…“
„Na gut, ich gewinne nur, wenn es mehr als 200 Tote gibt, sonst zählt es nicht.“
„Hmm… abgemacht.“

* * *

… die Polizei war abgelenkt durch einen Bombenalarm im Hauptbahnhof … wegen einem vergessenen Koffer… ein terroristischer Hintergrund … eine Reihe von Explosionen erschütterte das Brandenburger Tor, bevor es schließlich in sich zusammenstürzte … die ersten Schätzungen gehen von mehr als 100 Toten aus … die wollen doch Krieg! Dann geben wir ihnen Krieg! … niemand hätte erwartet, dass ausgerechnet Deutschland … die Bundesregierung wurde in Sicherheit gebracht … die ganze Nation konnte zusehen, wie das Brandenburger Tor … vermutet Al-Quaida … wurde eine Moschee angegriffen … Live Schaltung nach Washington … uneingeschränkte Solidarität mit unseren deutschen Brüdern und Schwestern … tiefe Bestürzung … einziges Ziel der sukzessiven Explosionen war, den Fernsehteams genug Zeit … bestätigt, dass es bislang 200 Todesopfer gab, und eine weitere Frau noch um das Leben ringt …

* * *

Er zündete sich eine Zigarette an. Seine Finger zitterten. Er stand im Treppenhaus des Hospitals. Hier durfte er rauchen. Und die Ruhe genießen. Das dauernde piep, piep, piep zehrte an seinen Nerven. Seine Mutter. Seine Mutter kämpfte um das Leben.
Die Tür ging auf. Sein bester Freund stand da, schaute etwas blass. Er holte seinen Geldbeutel raus, und drückte ihm zwei Zwanziger in die Hand.
„Fehlen noch Zehn. Kriegst Du morgen im Club.“
Er stieg die Treppe runter. Die Tür unten schloss mit einem lauten, tiefen Schlag.

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1. September 2006

Noch ein Stöckchen

Diesmal von Schwesterchen.

1. Wann stehst Du zur Arbeit auf?
Sehr unterschiedlich. Manchmal erst zu Mittag, manchmal um 5:45.
2. Stehst Du rechtzeitig auf oder bleibst Du bis zur letzten Minute liegen?
Ich bleibe so lange liegen wie möglich.
3. Wie viele Wecker hast Du?
Einen. Seit meiner Grundschulzeit der selbe. So eine grüner, würfelförmiger Plastikradiowecker mit roter LED-Digitalanzeige.
4. Machst Du Frühsport?
Sollte ich mal anfangen.
5. Frühstückst Du? Wenn ja, was?
Meistens. Habe gehört, dass es gesund sein soll.
6. Wie fährst Du zur Arbeit?
Zunächst mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof, dann von dort aus mit dem IC nach Karlsruhe, dort mit der Bahn zur Uni. Und das heute seit genau 2 Jahren. Habe Jubiläum :)

So, das Stöckchen gebe ich jetzt, nachdem es erledigt ist, Pflichtgemäß an Ralf und Cindy weiter. Ich gehe davon aus, dass wir Arbeit durch Uni ersetzen können. Außerdem sollte Cindy mal wieder was schreiben.

Hmm, eigentlich würde ich bei Ralf ja gerne den Blogeintrag verlinken, in dem er antwortet. Da dieser aber noch nicht geschrieben ist, geht das nicht. Blödes Web. Sollte man mal was erfinden. Ich kann ja raten, wo die Antwort auf dieses Stöckchen sein wird.

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